Komponisten in der Sammlung Jung

Hier ist eine Übersicht der in den Quellen dokumentierten Komponisten

 

 

Hauptliste der Komponisten (Nr. 1–61)

 

Die folgende Liste basiert auf der „Kompletten Komponistenliste für wissenschaftliche Anhänge“, wobei viele Daten im Verlauf des Projekts durch nationale Autoritätsdateien (NKC, GND) korrigiert oder verifiziert wurden.

 

  1. Abt, Franz (1819–1885)
  2. Aresin, Eduard (1832–1886) (In den Quellen wird oft der Name Emil Aresin als konfliktär oder mögliches Pseudonym genannt.)
  3. Assmann, (Johann) Abundus (1870–1912)
  4. Bartsch, Josef (1845–1913) (In den Quellen wird auch die Lesung J. Barsch für Werkanker diskutiert.)
  5. Beer, Leopold Josef (1885–1956) (In älteren Listen als „Leopold Johann“ geführt.)
  6. Biedermann, Hans (1887–1953)
  7. Bohm (Böhm), Carl (1844–1920) (Nicht zu verwechseln mit dem Dirigenten Karl Böhm.)
  8. Bortnjanskij, Dmitrij Stepanovič (1751–1825)
  9. Braga, Gaetano (1829–1907)
  10. Carosio, Ettore (1877–1966)
  11. Dantonello, Joseph (1891–1945)
  12. Drdla, František (Franz) (1868–1944)
  13. Engelhart, Franz Xaver (1861–1924)
  14. Fiala, Jiří Julius (1892–1974) (In früheren Ständen wurde 1972 als Sterbejahr angegeben.)
  15. Fibich, Zdeněk (1850–1900)
  16. Godard, Benjamin (1849–1895)
  17. Gosse, Adolf (1838–1894)
  18. Güttler, Joseph (1841–1912) (In der Ausgangsliste als „Jakob Güttler (1846–1911)“ identifiziert.)
  19. Hacke, Anton Franz (1833–1904)
  20. Hrubiš, Petr (1881–1912)
  21. Hübel, Adolf (1876–1952) (Wird teils als deutsch-böhmischer Komponist geführt.)
  22. Hübner, Donat (1845–1907)
  23. Jelínek, Stanislav (1945–2019) (Die ursprüngliche Datierung 1906–1995 betrifft einen Namensvetter.)
  24. Jung, Ewald (1928–1999) (Schreiber und Namensgeber der Sammlung.)
  25. Kainstorfer, Clemens (1819–1886) (Einige Quellen diskutieren Clotilde Kainerstorfer als mögliche alternative Identität.)
  26. Kaucký, Emanuel (1904–1953) (In älteren Verzeichnissen als 1904–1952 geführt.)
  27. Ketèlbey, Albert William (1875–1959)
  28. Kubát, Norbert (1863–1935)
  29. Kügele, Richard (1850–1926)
  30. Lammel, Gustav (Wird als „Forschungsdesideratum“ geführt.)
  31. Masa (Maša), Karel (1867–1914)
  32. Merz, Hans (1870–1941)
  33. Möldner, Vinzenz (1853–1914)
  34. Musiol, Robert (1846–1903)
  35. Neruda, František Xaver (Franz) (1843–1915)
  36. Oesterle, Rudolf (1866–1934)
  37. Oettl, Joseph (1844–1911)
  38. Oscheit, Max (1880–1923) (Die Ausgangsliste nannte 1885–1933.)
  39. Piel, Peter (1835–1904)
  40. Prohaska (Procházka), Josef (1868–1935)
  41. Reimann, Franz (1855–1932)
  42. Říhovský, Vojtěch (1871–1950)
  43. Šašina, Ludvík (1878–1933) (In der Liste ursprünglich als „Sašina, 1883–1944“ geführt.)
  44. Schäfer, František (1905–1966)
  45. Schlemüller, Hugo (1872–1918)
  46. Schuh, Johann (1863–1936) (Auch Johannes Schuh 1851–1921 wird als Alternative genannt.)
  47. Schusser, Norbert (1868–1941)
  48. Šebek, Josef (1873–1941)
  49. Seybold, Arthur (1868–1948)
  50. Simonetti, Achille (1857–1928)
  51. Stoiber, Ernst (1833–1889) (Ersetzt den ursprünglich gelisteten Erasmus Stoiber 1874–1959.)
  52. Streabbog, Jean-Louis (1835–1886) (Pseudonym von Jean Louis Gobbaerts.)
  53. Strelebach (?), Anton (tätig um 1890)
  54. Theimer, Johann (1872–1928)
  55. Tichý, Otto Albert (1890–1973)
  56. Toselli, Enrico (1883–1926)
  57. Ullrich, Anton (1838–1908)
  58. Wiedermann, Bedřich Antonín (1883–1951)
  59. Židek, Karel (1912–2001)
  60. Ziehrer, Carl Michael (1843–1922)
  61. Zimmer, Wendelin (1858–1932) (Oft nur als W. Zimmer im Druck belegt.)

 

Zusätzliche Komponisten der Sammlung

 

Neben der oben genannten Liste enthält die Sammlung Werke zahlreicher weiterer, teils international bekannter Komponisten:

 

  • Beethoven, Ludwig van (1770–1827)
  • Bériot, Charles-Auguste de (1802–1870)
  • Bruch, Max (1838–1920)
  • Chopin, Frédéric (1810–1849)
  • Gounod, Charles (1818–1893)
  • Grieg, Edvard (1843–1907)
  • Händel, Georg Friedrich (1685–1759)
  • Haydn, Joseph (1732–1809)
  • Kreisler, Fritz (1875–1962)
  • Mascagni, Pietro (1863–1945)
  • Mozart, Wolfgang Amadeus (1756–1791)
  • Raff, Joachim (1822–1882)
  • Rubinštejn, Anton G. (1829–1894)
  • Schubert, Franz (1797–1828)
  • Schumann, Robert (1810–1856)
  • Verdi, Giuseppe (1813–1901)
  • Weber, Carl Maria von (1786–1826)

 

Gesicherte Komponisten – komplette Liste mit Klarlinks und Permanentlinks


Abt, Franz (1819–1885)

Beer, Leopold Josef (1885–1956)

Bohm, Carl (Pseudonym: Henry Cooper, 1844–1920)

Bortnjanskij, Dmitrij Stepanovič (1751–1825)

Braga, Gaetano (1829–1907)

Carosio, Ermenegildo (Ettore, 1866–1928)

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Normdaten bestätigt via Quelle

Dantonello, Joseph (1891–1945)

Drdla, František (1868–1944)

Engelhart, Franz Xaver (1861–1924)

Fiala, Jiří Julius (1892–1974)

Mohyka, Paul (Textdichter)

 

  • Wikidata: kein Eintrag
  • VIAF: kein Eintrag
  • GND: kein Eintrag
  • NKC AUT: kein Eintrag
  • ČHS: kein Eintrag
  • Hinweis: Werke „Ave Maria“, „Kloster“, „Waldesrand“, „Abendsonnenschein“ in den Quellen genannt, sonst keine Normdaten.

 

Oesterle, Rudolf

 

 

 

 

 

Kategorie „Unsicher / Nicht gesichert“ – Liste mit Klarlinks und Permanentlinks


Aresin, Eduard / Emil

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: Identität als Komponist nicht normdatengesichert; mögliches Pseudonym für Miloš Jiřínský.

Assmann, (Johann) Abundus

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

Bartsch, Josef

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: Namensgleichheit mit Goldschmied Jan Josef Partsch/Bartsch führt zu Ausschluss aus Normdaten.

Biedermann, Hans

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

Lammel, Gustav

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: Name auf Manuskript gesichert, kein passender Normdatensatz.

Oettl, Joseph

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: NKC-Treffer betrifft Theaterdirektor (†1781); Komponist bleibt offen.

Schusser, Norbert / N.

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: Teilverifiziert durch Archivbelege zum Kapuziner Nikasius Schusser.

Sehr wahrscheinlich handelt es sich beim Komponisten um den Kapuzinermönch Nikassius Schusser, der im Kloster Sokolov in Tschechien wirkte. 
Die Stadt Sokolov versucht aktuell (06/2026) mehr über diesen Komponisten in Erfahrung zu bringen und die vergessene Geschichte des Klosters Sokolov in Erinnerung rufen. Das Leben von N. Schusser ist sehr interessant und lehrreich, da es von Vergebung und Versöhnung erzählt.

 

Nachfolgend die Daten, die mir Sandra Linhová von der Stadt Sokolov freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

 

  • "Er wurde am 23. Juni 1900 in Sokolov (Falkenau) geboren. Sein ursprünglicher Name war Johann Josef. Die Fragezeichen stehen für einen Namen, den ich nicht entziffern kann.
  • Vor seinem Eintritt ins Kloster besuchte er ein Gymnasium und übte einen Beruf aus.
  • Er trat im Alter von 24 Jahren (am 28. Oktober 1924 in Prag) dem Kapuzinerorden bei; es gibt jedoch auch Quellen, die seinen Eintritt bereits im Alter von 18 Jahren nennen.
  • Er arbeitete als Gärtner und Pförtner im Kloster von Sokolov.
  • Er hatte keine formale musikalische Ausbildung.
  • Er spielte Orgel, Mundharmonika, Violine, Oboe und Klarinette.
  • Er war mit dem Klaviervirtuosen Fritz Höllner aus Sokolov befreundet, der ihn unterrichtete.
  • Er stand in Kontakt mit Siegfried Wagner (dem Sohn Richard Wagners).
  • Er komponierte Lieder, Duette, Chöre, Ouvertüren, Ballettmusiken, sinfonische Dichtungen, ein Oratorium, zwei große Sinfonien sowie Jazz- und Tanzmelodien.
  • Am 26. August 1934 fuhr er in Kynšperk nad Ohří das Auto eines Verwandten. Dabei ereignete sich ein tragischer Unfall, bei dem ein kleiner Junge ums Leben kam. Wahrscheinlich traf Nikassius keine Schuld; da er zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keinen gültigen Führerschein besaß, wurde er zu sechs Wochen Haft auf Bewährung verurteilt.
  • 1935 wurde seine Oper „Quo Vadis“ in Cheb aufgeführt. Es sollte eine große Inszenierung werden. Nikassius sollte die Oper selbst in Mönchskutte dirigieren. Nach der Aufführung geriet er jedoch in finanzielle Schwierigkeiten, da er einen Teil der Kosten aus eigener Tasche tragen sollte. Schließlich half ihm der Kapuzinerorden mit einer Spendenaktion.
  • Wenige Monate nach der Opernaufführung wurde Nikassius des Plagiats beschuldigt. Er hatte Teile der Oper aus Oberleithners Oper „Afrodita“ sowie aus Kralikows Oper „Weißblume“ übernommen.
  • Nach der Aufdeckung des Plagiats floh er aus dem Kloster in Sokolov. Einigen Quellen zufolge verliebte er sich sogar in ein Mädchen aus Sokolov und brannte mit ihr durch.
  • Nach seiner Flucht soll er nach Leipzig gezogen sein, wo er als Kohlenhändler seinen Lebensunterhalt verdiente und seine Hochzeit plante.
  • Die Hochzeit fand jedoch nicht statt, da er eine Pilgerreise nach Rom unternahm und den Papst um Vergebung bat.
  • Er versöhnte sich mit der Komponistin Mathilde Kralik, deren Oper er teilweise kopiert hatte; ursprünglich hatte sie ihn verklagen wollen.
  • Leider sind mir keine weiteren Informationen Schussers weiteres Schicksal bekannt, und ich weiß nicht, wo er zuletzt lebte."

 

 

Zimmer, Wendelin / W.

  • Wikidata: kein Eintrag

  • VIAF: kein Eintrag

  • GND: kein Eintrag

  • NKC AUT: kein Eintrag

  • ČHS: kein Eintrag

  • Hinweis: Namenskollision mit Journalist Wendelin Zimmer (1936–2012).